Klimaanpassungsstudie Rheinland-Pfalz
Die Studie prüft die Bedürfnisse besonders betroffener Gruppen – und wo gezielte Unterstützung ansetzen muss
Klimaanpassungsstudie Rheinland-Pfalz
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Extremwetterereignisse wie Hitzeperioden, Starkregen und Sturzfluten nehmen zu – und treffen Menschen nicht gleichermaßen. Die aktuell in Erstellung befindliche Klimaanpassungsstudie für Rheinland-Pfalz prüft, inwiefern sog. „vulnerable Gruppen“ unter anderem durch ihre gesundheitliche Lage, Wohn- und Arbeitssituation oder soziale Rahmenbedingungen besonders anfällig für Klimawandelrisiken sind. Dazu zählen unter anderem ältere und pflegebedürftige Menschen, chronisch Erkrankte, wohnungslose Menschen sowie Haushalte mit geringem Einkommen. Auch Personen, die im Freien körperlich schwer arbeiten oder deren Lebensunterhalt in wesentlichem Maße von der ökologischen Stabilität der Umgebung abhängig ist, wie Weinbauern oder Landwirte, sind von klimatischen Veränderungen besonders betroffen.
Die Studie untersucht, wie die Betroffenheit vulnerabler Gruppen nicht nur durch Klimarisiken und der damit einhergehenden ökologischen Veränderungen der Umgebung entstehen, sondern auch durch die Kombination mit sozialen, wirtschaftlichen und politischen Faktoren verstärkt werden.
Damit ermöglicht die Studie eine Erweiterung des Blicks auf Vulnerabilität um Fragen der Intersektionalität von Risiken: Die Anpassungsfähigkeit Einzelner wird maßgeblich von strukturellen und gesellschaftlichen Faktoren mitbestimmt. So werden etwa einkommensschwache Haushalte in urbanen Hitzeinseln mit geringem Zugang zu Grünflächen gesondert betrachtet. Dementsprechend entstehen belastbare Hinweise darauf, welche Maßnahmen in Rheinland-Pfalz priorisiert werden sollten – von niedrigschwelligen Schutzangeboten und barrierearmer Kommunikation bis hin zu sozial ausgewogenen Investitionen in Wohnumfeld, Infrastruktur oder Daseinsvorsorge.
Damit Klimaanpassung in Rheinland-Pfalz sozial gerecht und praxistauglich umgesetzt werden kann, sollen die Ergebnisse der Studie in die Erstellung der Klimaanpassungsstrategie des Landes Rheinland-Pfalz einfließen. Die Studie wird voraussichtlich im September 2027 vorliegen.
Ziele
Ziel der Studie ist es, verschiedene Betroffenheiten von Klimawandelfolgen sowie deren intersektionale Zusammenkunft sichtbar zu machen und damit eine empirisch fundierte, sozial gerechte Grundlage für die Klimaanpassungsmaßnahmen des Bundeslandes, die im Rahmen der landesweiten Klimaanpassungsstrategie erarbeitet werden, zu schaffen.
Aufgaben der aconium GmbH
Die Studie wurde vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität beauftragt. Neben dessen Begleitung wird der Prozess inhaltlich durch das Rheinland-Pfalz Zentrum für Klimawandelfolgen (RLP-KfK) unterstützt. Im Rahmen der Studienerstellung übernimmt aconium in Kooperation mit unserem Partner Buro Happold die Analyse der Klimafolgenbetroffenheiten vulnerabler Gruppen, die empirischen Erhebungen mittels Online-Konsultation und eine Zukunftswerkstatt mit Interessensvertreter:innen dieser Gruppen sowie die Studienerstellung und Maßnahmenempfehlungen.
Programmraum:
Rheinland-Pfalz
Auftraggeber:
Rheinland-Pfalz Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität
Aufgaben und Funktionen der aconium GmbH:
- Empirische Erhebungen
- Online Umfrage
- Beteiligungsformate
- Studienerstellung
- Ableiten von Handlungsempfehlungen
- Projektmanagement
- Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
- Inhaltliche und konzeptionelle Einbindung in alle Arbeitspakete
Laufzeit:
15.11.2025 bis 31.12.2027
aconium Ansprechpartner:innen
Dr. Carmen Leidereiter
Projektleitung
Mail: c.leidereiter@aconium.eu
Telefon: +49 30 221831 114
Christopher Lingnau
Stellvertretende Projektleitung
Mail: c.lingnau@aconium.eu
Telefon: +49 611 9492 1324