Wasserstoff spielt insbesondere für die Dekarbonisierung von Industrie und Verkehr eine wichtige Rolle. Wie daraus konkrete Anwendungen und tragfähige regionale Strukturen entstehen können, zeigt die zweite Etappe der LIHYP Roadshow. Vom 21. bis 25. September 2026 führt sie nach Hobro, Bremen, Oldenburg und Groningen und verbindet Einblicke in Pilotprojekte mit dem Austausch über technische, wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen.
Organisiert wird die Veranstaltungsreihe im Rahmen des Interreg Projekts LIHYP, an dem aconium als Projektpartner beteiligt ist. Ziel des Projekts ist es, Wasserstoffangebot und Nachfrage im Nordseeraum besser zusammenzuführen und Erfahrungen aus unterschiedlichen Regionen für die weitere Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft nutzbar zu machen. Dazu gehören eine gemeinsame Vernetzungsplattform, Pilotvorhaben und interregionale Wasserstofffahrpläne.
Die vier Stationen setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte:
Hobro, 21. September: Im dänischen Hydrogen Valley wird der LIHYP Pilot von Eurowind Energy vorgestellt. Eine Führung zum Elektrolyseur sowie Beiträge zur Wasserstoffwirtschaft und zum Einsatz von Wasserstoff im Schwerlastverkehr zeigen, wie Erzeugung, Infrastruktur und mögliche Anwendungen zusammenspielen.
Bremen, 23. September: In der Handelskammer Bremen stehen regionale Wasserstoffinitiativen und die LIHYP Vernetzungsplattform im Mittelpunkt. Beiträge zu H2B, North Sea Hydrogen Valley Ports und ein Besuch bei ECOMAT zeigen, wie bestehende Initiativen miteinander verbunden und regionale Wasserstoffstrukturen weiterentwickelt werden können.
Oldenburg, 24. September: Beim DLR Institut für Vernetzte Energiesysteme treffen regionale Strategie und praktische Erprobung aufeinander. Vorgestellt werden Wasserstoffaktivitäten in Oldenburg sowie der dortige LIHYP Pilot. Damit wird sichtbar, wie einzelne Anwendungen in größere regionale Entwicklungsprozesse eingebettet werden können.
Groningen, 25. September: Am Groningen Airport Eelde geht es um Wasserstoffanwendungen im Umfeld eines Flughafens. Neben Beiträgen der Provinz Drenthe, des Flughafens und der Universität Groningen gibt eine Führung Einblicke in die Aktivitäten vor Ort. Den Abschluss bildet der Start der 24 Stunden Wasserstoff Challenge.
Für LIHYP geht es dabei um mehr als einzelne technische Demonstrationen. Die Erfahrungen aus den Pilotregionen fließen in die gemeinsame Betrachtung des Wasserstoffmarktes im Nordseeraum ein. aconium bringt hierzu insbesondere die deutsche Perspektive ein, verknüpft wirtschaftliche und öffentliche Akteure und arbeitet gemeinsam mit den Projektpartnern an interregionalen Wasserstofffahrplänen. So werden Erfahrungen aus konkreten Anwendungen mit regionalen Bedarfen und politischen Rahmenbedingungen zusammengeführt.
Gerade für Kommunen und Regionen bietet die Roadshow damit die Möglichkeit, unterschiedliche Ansätze unmittelbar zu vergleichen und mit Projektpartnern darüber ins Gespräch zu kommen, welche Voraussetzungen für eigene Wasserstoffvorhaben relevant sind.
Anmeldeschluss für alle Stationen ist der 15. September 2026. Weitere Informationen und Anmeldung: www.interregnorthsea.eu/lihyp