Rechenzentren, Zivilschutz, smartes Wassermanagement und datenbasierte Verwaltung standen im Fokus: aconium zeigte auf der Digital Convention Mecklenburg-Vorpommern, wie Kommunen digitale Infrastruktur krisenfester, intelligenter und zukunftsfähiger gestalten konnten.

Extremwetter, Cyberangriffe, steigende Anforderungen an Verwaltung und kritische Infrastrukturen: Kommunen standen zunehmend vor der Aufgabe, ihre digitale Infrastruktur nicht nur auszubauen, sondern zugleich widerstandsfähiger zu machen. Auf der NØRD 2026 in Rostock brachte aconium genau diese Perspektive ein. Im Mittelpunkt standen Fragen, die für Mecklenburg-Vorpommern und viele Kommunen im Nordosten besonders relevant waren: Wie blieben Städte, Gemeinden und Landkreise auch in Krisen handlungsfähig? Welche Rolle spielten kommunale Rechenzentren, digitale Lösungen im Zivil- und Katastrophenschutz sowie ein intelligentes Wassermanagement? Und wie konnten Daten, KI und Digitale Zwillinge so eingesetzt werden, dass daraus ein konkreter Mehrwert für Verwaltung und regionale Entwicklung entstand?

Die NØRD 2026 fand am 27. und 28. Mai in der HanseMesse Rostock statt. Als Digital Convention des Landes Mecklenburg-Vorpommern brachte sie Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Start-ups und digitale Impulsgeber:innen zusammen. Für aconium bot die Messe eine wichtige Plattform, um mit Kommunen, öffentlichen Einrichtungen und regionalen Akteuren über konkrete Anforderungen, Umsetzungshemmnisse und praxisnahe Lösungsansätze ins Gespräch zu kommen.

Ein besonders praxisnahes Format waren die geführten Lotsentouren. aconium beteiligte sich an der Tour „Digitale Verwaltung & smarte Regionen – Digitale Verwaltung im Schulterschluss: Vier Partner, frische Impulse“. Die Lotsentouren der Digitalisierungslotsen von Digitales MV machten digitale Innovationen greifbar, zeigten lokale Erfolgsgeschichten und förderten den direkten Austausch auf Mecklenburg-Vorpommerns zentraler Digitalisierungsmesse.

Innerhalb der Lotsentour zeigte Carmen Leidereiter am aconium-Stand B4 unter dem Titel „Von Daten zu Wirkung: KI und Digitale Zwillinge in der kommunalen Verwaltung nutzbar machen“, wie KI tatsächlich in die kommunale Umsetzung kam. Anhand von Praxisbeispielen wurde deutlich, wie Kommunen Schritt für Schritt die Grundlagen für datenbasierte Anwendungen schufen: von der Dateninventur über den Aufbau urbaner Datenplattformen bis zur Entwicklung digitaler Modelle und KI-basierter Anwendungen. Digitale Zwillinge wurden dabei nicht als abstraktes Zukunftsbild vorgestellt, sondern als skalierbare Werkzeuge für Bauplanung, Bevölkerungsschutz und Prozessautomatisierung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der strategischen Rolle von Rechenzentren. Durch Künstliche Intelligenz, cloudbasierte Verwaltungsleistungen, Sensordaten, Digitale Zwillinge und vernetzte Infrastrukturen stieg der Bedarf an sicheren und leistungsfähigen Rechenkapazitäten. Nora Simon zeigte in ihrem Beitrag „Vom Standort zur Wertschöpfung: Rechenzentren aktiv gestalten und kommunalen Mehrwert sichern“, dass Rechenzentren für Kommunen mehr sein konnten als reine Technikstandorte. Im Fokus standen unter anderem Abwärmenutzung, digitale Souveränität, wirtschaftliche Impulse und die Einbindung in lokale Energie- und Entwicklungsstrategien.

Auch der digitale Zivilschutz nahm eine zentrale Rolle ein. Extremwetter, Sabotage, Cyberangriffe und geopolitische Spannungen machten deutlich, wie abhängig öffentliche Einrichtungen, Einsatzkräfte und kritische Infrastrukturen von stabilen digitalen Systemen waren. Maxi Kussatz gab dazu einen Impuls zu digitalen Lösungen für resilienten Zivilschutz, bessere Lagebilder und den Schutz der Bevölkerung sowie kritischer Infrastruktur.

Mit dem Workshop „Smartes Wassermanagement – Wie Kommunen dem Klimawandel und Extremwetter begegnen können“ rückte aconium zudem ein Thema in den Fokus, das für Kommunen immer relevanter wurde. Jutta Hoffmann zeigte, wie Sensorik, Prognosemodelle, Digitale Zwillinge und naturbasierte Lösungen dazu beitrugen, Wasserresilienz als kommunale Querschnittsaufgabe zu gestalten. Gerade angesichts von Starkregen, Trockenperioden und veränderten Wasserverfügbarkeiten wurde deutlich, dass Kommunen Wasser künftig stärker zurückhalten, speichern, steuern und nutzbar machen mussten.

Darüber hinaus beteiligte sich aconium am regionalpolitischen Austausch zur digitalen Zukunft Ostdeutschlands. Tim Brauckmüller, Geschäftsführer von aconium, nahm am Podium „Chancenraum Ostdeutschland – Digitalen Wandel gestalten“ teil. Diskutiert wurde, wie Regionen den digitalen Wandel für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und zukunftsfähige Infrastrukturen nutzen konnten.

Der Messeauftritt machte deutlich: Digitale Resilienz war keine reine Technikfrage. Sie entstand dort, wo Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam handelten und digitale Infrastruktur, Datenkompetenz, KI-Anwendungen, Digitale Zwillinge, Zivilschutz und klimaangepasstes Wassermanagement zusammendachten. aconium zeigte auf der NØRD 2026, wie dieser Anspruch in der kommunalen Praxis konkret wurde.