Wie kann die Energiewende vor Ort gelingen? Eine zunehmend wichtige Rolle spielen dabei Energiegemeinschaften. Sie ermöglichen es Bürger:innen, Kommunen und lokalen Akteuren, gemeinsam Energie zu erzeugen, zu nutzen und zu verwalten. Damit verbinden sich nicht nur ökologische Ziele, sondern auch Fragen der lokalen Wertschöpfung, der Teilhabe und der kommunalen Entwicklung.
Genau hier setzt das EU-Projekt PUBLINK an. Ziel des Projekts ist es, die Rolle von Energiegemeinschaften in Europa zu stärken und sie stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubinden. Dazu werden in Bremen (Deutschland), Ponferrada (Spanien) und Siemiatycze (Polen) innovative Energiegemeinschaften erprobt, bei denen lokale Verwaltungen aktiv beteiligt sind. Die Pilotprojekte sollen zeigen, wie Kommunen und Initiativen gemeinsam tragfähige Modelle für die lokale, dezentrale Energieversorgung entwickeln können.
Die Erfahrungen aus diesen Pilotprojekten bilden die Grundlage für den zentralen Projektertrag: das PUBLINK-Toolkit. Dieses Handbuch richtet sich an lokale Behörden und soll sie dabei unterstützen, Energiegemeinschaften besser zu verstehen, ihre Gründung zu begleiten und entsprechende Projekte umzusetzen.
aconium ist im Projekt in mehreren zentralen Aufgabenfeldern eingebunden. Dazu gehören der Datenmanagementplan, die Analyse der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Energiegemeinschaften in Europa sowie die Bewertung bestehender Energiegemeinschaften. Darüber hinaus beteiligt sich aconium an der Entwicklung von Workshops zum Capacity Building und betreut den deutschen Pilotpartner aus Bremen, die Energiegenossenschaft ErdwärmeDich-Energienetze.
Um Einblicke in die Projektarbeit und aktuelle Entwicklungen zu geben, verantwortet aconium zudem den PUBLINK-Newsletter. Er informiert regelmäßig über Projektergebnisse, Veranstaltungen und Erfahrungen aus den Pilotregionen. Gleichzeitig macht er sichtbar, welche Ansätze und Lösungswege sich in der Praxis bewähren – und wo politische oder regulatorische Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden müssen.
Der Newsletter trägt damit auch dazu bei, das Thema Energiegemeinschaften stärker in die fachliche Diskussion zu bringen. Gerade für Kommunen und lokale Initiativen stellt sich zunehmend die Frage, wie Bürgerenergieprojekte in bestehende Strukturen integriert und langfristig tragfähig gestaltet werden können.
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