Seit dem 26. Juni 2026 können sich Projekte für die European Digital Connectivity Awards 2026 bewerben. Die Auszeichnung der Europäischen Kommission würdigt Vorhaben, die einen konkreten Beitrag zu den Konnektivitätszielen der Digitalen Dekade Europas leisten.

Digitale Konnektivität ist eine zentrale Voraussetzung für die Handlungsfähigkeit moderner Gesellschaften. Sie entscheidet mit darüber, ob Bürger digitale Dienste zuverlässig nutzen können, ob Unternehmen Zugang zu leistungsfähigen Netzen erhalten und ob öffentliche Verwaltungen ihre Aufgaben sicher, effizient und zukunftsfähig erfüllen können. Gerade für ländliche Räume ist der Ausbau leistungsfähiger, sicherer und resilienter digitaler Infrastrukturen ein wesentlicher Faktor für Teilhabe, wirtschaftliche Entwicklung und gleichwertige Lebensverhältnisse.

Die “Digitale Dekade” definiert die Digitalziele der Europäischen Union bis 2030 und bildet den Rahmen für deren Umsetzung. Damit diese Ziele erreicht werden können, braucht es Projekte, die digitale Infrastruktur nicht nur technisch ausbauen, sondern sie in regionale Entwicklungsprozesse, öffentliche Daseinsvorsorge und europäische Zusammenarbeit einbetten.

Um solche Vorhaben sichtbar zu machen, vergibt die Europäische Kommission jährlich die European Digital Connectivity Awards. Bewerben können sich Projekte unterschiedlicher Größe und Trägerschaft, ob ländlich oder urban, öffentlich oder privat, lokal, regional, national, grenzüberschreitend oder international. Entscheidend ist, dass die Projekte bereits in einem fortgeschrittenen Umsetzungsstadium sind und die digitale Konnektivität spürbar verbessern.

Bewerbungen sind bis zum 9. September 2026 möglich.

aconium unterstützt die Organisation und Durchführung der European Digital Connectivity Awards 2026 im Auftrag der Europäischen Kommission. Dabei bringt aconium seine Erfahrung an der Schnittstelle von digitaler Infrastruktur, europäischer Zusammenarbeit und Regionalentwicklung ein. Denn Konnektivität ist mehr als Netztechnik: Sie ist Grundlage für resiliente Regionen, moderne Verwaltung, wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe.

Die Auszeichnungen werden in drei Kategorien vergeben:

  1. Herausragende und innovative Umsetzung gigabitfähiger Infrastrukturen

Diese Kategorie richtet sich an Projekte, die hochleistungsfähige und zukunftsfähige Netze realisieren. Dazu zählen etwa Glasfasernetze bis in Gebäude oder Wohnungen, fortschrittliche Mobilfunklösungen, feste Funkzugänge über 5G, Satellitenanbindungen sowie Kombinationen mit weiteren digitalen Infrastrukturen und Technologien. Im Mittelpunkt stehen Innovationskraft, Zukunftsfähigkeit und die Frage, wie digitale Netze neue Anwendungen und tragfähige Geschäftsmodelle ermöglichen.

  1. Digitale Spaltung in ländlichen und abgelegenen Räumen überwinden

Diese Kategorie würdigt Projekte, die ländliche, abgelegene oder schwer zugängliche Regionen digital anbinden. Gesucht werden Vorhaben, die nicht nur Versorgungslücken schließen, sondern messbare soziale und wirtschaftliche Wirkung entfalten. Dazu gehören bessere Zugangsmöglichkeiten zu Bildung, Arbeit, Verwaltung, Gesundheitsversorgung oder regionaler Wertschöpfung. Gerade hier zeigt sich, dass digitale Infrastruktur ein zentraler Bestandteil moderner Regionalentwicklung ist.

  1. Grenzüberschreitende und internationale Konnektivität

Diese Kategorie richtet sich an Projekte, die digitale Konnektivität über Ländergrenzen hinweg stärken. Dazu zählen Netze in Grenzregionen, internationale Anbindungen, terrestrische oder unterseeische Rückgratnetze sowie feste oder drahtlose Verbindungslösungen. Ausgezeichnet werden Vorhaben, die sichere, resiliente und ganzheitliche Konnektivität in europäischen oder internationalen Zusammenhängen schaffen.

Die Gewinner:innen werden voraussichtlich am 2. Dezember 2026 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Brüssel von der Europäischen Kommission bekannt gegeben. Ausgezeichnete Projekte erhalten zudem Sichtbarkeit über Kommunikationskanäle, Veranstaltungen und Webseiten der Europäischen Kommission.

Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen gibt es auf der Website der Europäischen Kommission: