Viele Kommunen verfügen über wertvolle Datenbestände – etwa zu Infrastruktur, Mobilität, Umwelt, Verwaltung oder Daseinsvorsorge. In der Praxis lagen diese Daten jedoch häufig verteilt, uneinheitlich oder schwer zugänglich vor. Damit aus kommunalen Datensilos nutzbare Informationen wurden, brauchte es klare Strukturen, verlässliche Standards und Werkzeuge, die auch mit begrenzten technischen Ressourcen einsetzbar waren.
Genau hier setzte das EU-Projekt DoorCE – Data Opener Central Europe an. Das Projekt unterstützte Kommunen, Landkreise und Regionen dabei, offene Daten systematisch bereitzustellen und für Verwaltung, Bürger und Unternehmen nutzbar zu machen. Ziel war es, qualitativ hochwertige und dynamische Daten über lokale Open Data Hubs zugänglich zu machen – als Grundlage für Transparenz, bessere Entscheidungen und digitale Services vor Ort.
Ein zentraler Ansatz von DoorCE war die Entwicklung einer Low-Code/No-Code-Open-Data-Toolbox. Sie sollte Verwaltungen dabei unterstützen, Daten strukturiert zu erfassen, zu veröffentlichen und interoperabel bereitzustellen. Damit wurde Open Data nicht als rein technisches Spezialthema verstanden, sondern als praktisches Instrument moderner kommunaler Verwaltungsarbeit.
Für Kommunen eröffnete dieser Ansatz konkrete Perspektiven: Daten ließen sich leichter wiederverwenden, Fachbereiche besser miteinander vernetzen und kommunale Entwicklungen datenbasiert steuern. Gleichzeitig entstanden neue Möglichkeiten für regionale Innovation, für mehr Transparenz gegenüber Bürger und für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Anlässlich des Berlin Open Data Day 2026 stellte Daniel Yanev, EU-Projektmanager bei aconium, den DoorCE-Ansatz am 28. Mai im Roten Rathaus Berlin vor. Sein Vortrag trug den Titel „Von Datensilos zur Datennutzung: Low-Code Open Data als praktischer Ansatz für Kommunen“ und zeigte, wie offene Daten entlang des gesamten Open-Data-Lebenszyklus praxisnah genutzt werden konnten.
aconium brachte in DoorCE seine Erfahrung an der Schnittstelle von kommunaler Digitalisierung, Datenstrategien und europäischer Zusammenarbeit ein. Im Projekt koordinierte aconium das Arbeitspaket zur Entwicklung und zum Transfer einer Öffnungs- und Sicherheitsstrategie für öffentliche Daten. Dazu gehörten auch Schulungsmaterialien und Maßnahmen zur Stärkung von Kompetenzen in Verwaltungen.
Open Data sollte für Kommunen leichter handhabbar, sicherer nutzbar und strategisch wirksamer werden – damit aus vorhandenen Daten konkreter Mehrwert für die Menschen und Institutionen vor Ort entstand.