Vom 19. bis 21. Mai 2026 war aconium auf der ANGA COM in Köln am Stand der Gigabitförderung vertreten. Nach der Eröffnung der Messe durch Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger führte sein Rundgang direkt an diesen Stand. Im Mittelpunkt standen Themen, die den Ausbau digitaler Infrastrukturen aktuell prägen: Glasfaserausbau, effizienter Mitteleinsatz in der Gigabitförderung, digitale Souveränität, Cybersicherheit sowie der zunehmende Einsatz von KI in Planung, Ausbau und Betrieb leistungsfähiger Netze.
In seiner Rolle als Projektträger brachte aconium dabei fachliche Einordnung, Umsetzungserfahrung und Beratungsperspektive zusammen. Der Stand machte deutlich, welche Fragestellungen Kommunen, Telekommunikationsunternehmen, Infrastrukturbetreiber, Politik und Verbände gleichermaßen beschäftigen: Wie lassen sich Netze schneller, sicherer und zielgerichteter ausbauen? Welche Rolle spielen Förderprogramme, Daten und neue Technologien dabei? Und wie können komplexe Infrastrukturprojekte vor Ort effizient und verständlich umgesetzt werden?
Gigabitförderung verständlich machen und in die Umsetzung bringen
Ein Schwerpunkt der Präsenz lag auf der Gigabitförderung des Bundes. Am Stand der Gigabitförderung wurden aktuelle Entwicklungen, Neuerungen und Verfahrensvereinfachungen des Programms vorgestellt. Besonderes Interesse galt dabei dem neuen Förderaufruf, mit dem der Bund mehr als eine Milliarde Euro für den Glasfaserausbau bereitstellt – insbesondere für Regionen, in denen ein eigenwirtschaftlicher Ausbau weiterhin ausbleibt.
Grundlage des neuen Aufrufs ist die dritte Änderung der Gigabit-Richtlinie 2.0. Sie zielt darauf ab, Verfahren weiter zu vereinfachen, stärker zu digitalisieren und insgesamt zu beschleunigen. Dazu gehören unter anderem die vollständig digitale Abwicklung des Förderverfahrens, reduzierte Anforderungen im vorgeschalteten Branchendialog, erleichterte Markterkundungsverfahren sowie standardisierte Unterlagen für Ausschreibungen. Auch flexiblere Förderquoten und Entlastungen bei geringfügigen Rückforderungen sollen dazu beitragen, Kommunen und Unternehmen administrativ zu entlasten und Projekte schneller in die Umsetzung zu bringen.
aconium unterstützte dabei in seiner Rolle als Projektträger die fachliche Einordnung und Vermittlung der Inhalte. Ziel war es, komplexe Förderinformationen kompakt, verständlich und anwendungsnah aufzubereiten – für die öffentliche Hand ebenso wie für Unternehmen und weitere Projektbeteiligte. Dabei wurde sichtbar, worauf es bei der erfolgreichen Umsetzung geförderter Ausbauprojekte ankommt: klare Verfahren, belastbare Informationen, praxistaugliche Prozesse und eine verständliche Begleitung über alle Projektphasen hinweg.
Dialog statt reiner Präsentation
Die Präsenz am Stand der Gigabitförderung war bewusst dialogorientiert angelegt. Neben Vorträgen und Fachgesprächen setzte das Standkonzept auf interaktive Elemente wie eine Polling-Station, einen transparenten Informationsscreen zur Gigabitförderung sowie weitere Screens zu aktuellen Förderinhalten. Diese Elemente schufen niedrigschwellige Gesprächsanlässe und banden Besucherinnen und Besucher aktiv ein.
Damit wurde der Stand zu mehr als einer Informationsfläche: Er wurde zum Ort für Austausch, Einordnung und Beratung. aconium zeigte in seiner Rolle als Projektträger, wie komplexe Themen der digitalen Transformation verständlich, zugänglich und handlungsorientiert vermittelt werden können – von der Förderinformation bis zur strategischen Einordnung aktueller Infrastrukturfragen.
KI als Beschleuniger für Ausbau und Betrieb digitaler Netze
Ein weiteres zentrales Thema war der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Glasfaser- und Telekommunikationsumfeld. Im Rahmen der ANGA COM wurden unter anderem Ansätze vorgestellt, wie KI-gestützte Messlösungen, Geodaten und neue Engineering-Konzepte den Ausbau und Betrieb digitaler Netze beschleunigen können. Die Moderation der Impulsvorträge übernahm Widar Wendt, Pressesprecher der aconium GmbH.
Für aconium war dieser Themenblock besonders relevant, weil die digitale Transformation längst nicht mehr nur eine Frage des Netzausbaus ist. Entscheidend ist, wie Daten, Technologien und Prozesse zusammengedacht werden, um Infrastrukturprojekte effizienter, transparenter und wirkungsvoller umzusetzen. Gerade an dieser Schnittstelle zeigte sich, wie eng technische Planung, Finanzierung, Umsetzungspraxis und Kommunikation miteinander verbunden sind.
Digitale Souveränität und Cybersicherheit als Standortfaktoren
Mit dem Panel „Cyber Security Act & digitale Souveränität: Sicherheit als Kostentreiber für Mobilfunk und Glasfaser?“ rückte ein Thema in den Fokus, das für den Ausbau digitaler Infrastrukturen weiter an Bedeutung gewinnt: Sicherheit.
Tim Brauckmüller, Geschäftsführer der aconium GmbH, diskutierte dazu mit Vertreterinnen und Vertretern aus Telekommunikation, Zertifizierung, Industrie und Medien. Die Diskussion machte deutlich: Leistungsfähige digitale Infrastrukturen müssen nicht nur verfügbar und flächendeckend sein. Sie müssen auch resilient, vertrauenswürdig und souverän betrieben werden können. Sicherheit wird damit zu einem zentralen Faktor für Planung, Betrieb und Akzeptanz digitaler Netze.
Austausch mit Stadtwerken und kommunalen Entscheidern
Ein besonderer Fokus lag zudem auf dem Dialog mit Stadtwerken und kommunalen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern. Beim gemeinsam mit der ANGA COM ausgerichteten Stadtwerkelunch standen Vernetzung, Erfahrungsaustausch und konkrete Perspektiven für den weiteren Ausbau digitaler Infrastrukturen im Mittelpunkt.
Gerade Stadtwerke spielen eine zentrale Rolle beim Ausbau leistungsfähiger Netze und bei der Umsetzung digitaler Daseinsvorsorge. aconium brachte hier Perspektiven zusammen, die für kommunale Infrastrukturprojekte entscheidend sind: Finanzierungsrahmen, Planung, Umsetzung, Kommunikation und die Anforderungen vor Ort.
Integrierter Blick auf digitale Infrastruktur
Die ANGA COM bot aconium die Möglichkeit, zentrale Themen der digitalen Infrastruktur aus der Perspektive der Projektträgerpraxis einzuordnen: Gigabitförderung, Glasfaserausbau, KI, digitale Souveränität, Projektberatung, Kommunikation und Vernetzung. Am Stand der Gigabitförderung wurde deutlich, wie eng diese Themen ineinandergreifen – und wie wichtig ein integrierter Blick auf digitale Infrastruktur ist.
Denn der erfolgreiche Ausbau leistungsfähiger Netze entscheidet sich nicht allein an technologischen Fragen. Er entsteht dort, wo Förderinstrumente, Daten, Sicherheit, kommunale Anforderungen und verständliche Kommunikation zusammenkommen. Genau diesen Zusammenhang konnte aconium auf der ANGA COM 2026 aus seiner fachlichen Rolle heraus sichtbar machen.