Mit Elektromobilität zur Klimaneutralität

Die Landeshauptstadt München hat sich das Ziel gesetzt, bis 2035 im gesamten Stadtgebiet klimaneutral zu sein. Um diesem Ziel näherzukommen, initiierte sie das Projekt „München elektrisiert“. Das Projekt beinhaltete den Aufbau einer sicheren, effizienten und flächendeckenden Ladeinfrastruktur.

Die Umsetzung des Projektes wurde vom Referat für Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt München geleitet. Hierbei erhielt sie Unterstützung von ihren wissenschaftlichen Partnern, der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. und der Technischen Universität München (TUM) sowie der aconium GmbH

Mit einer Laufzeit von 48 Monaten wurde das Projekt im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert und endete am 30. September 2022.

Ein weiteres Projektziel war der forcierte Aufbau und Betrieb von E-Ladeinfrastruktur auf öffentlichem Grund. Für die Umsetzung sollten private Unternehmen gewonnen werden. Basis des Vergabeverfahrens und der konkreten Anforderungen bildeten die Erkenntnisse aus der Begleitforschung. Hierzu wurde die IST-Situation der Ladeinfrastruktur in der Landeshauptstadt erfasst, Verfügbarkeitsprognosen entwickelt, Reservierungs- und Preismodelle untersucht und Simulationen durchgeführt. Im Fokus der Begleitforschung standen auch Netzengpässe und Veränderungen der NO2-Immissionswerte als mögliche Folgen eines Anstiegs der Elektromobilität. So ergaben die Untersuchungen, Simulationen und Modellierungen unter anderem, dass sich die Emissionen im Stadtgebiet durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen signifikant reduzieren lassen.

Es hat sich zudem gezeigt, dass der mittelfristig prognostizierte, steigende Anteil der Elektromobilität (Deutschland: 15 Mio. in 2030) im mittleren, urbanen Verteilnetz keinen weiteren Netzausbau erfordern wird. In Bezug auf das Ladeverhalten konnte aus den 700.000 untersuchten Ladevorgängen geschlossen werden, dass die AC-Ladestationen (Wechselstrom) mit einer vergleichsweise längeren Ladedauer wesentlich weniger genutzt werden als die schnellen DC-Ladestationen (Gleichstrom). Es kann darüber hinaus festgehalten werden, dass Mobilitätsanalysen für die Umsetzung größerer LIS-Ausbauprojekte essenziell ist.

Zusätzlich zum Forschungsprojekt fand eine Präsenzveranstaltung „München elektrisiert“ statt, welche von der aconium GmbH moderiert wurde. Hier konnten sich Interessierte über Potenziale batterieelektrischer Mobilität sowie anderer klimaneutraler Antriebsformen informieren und austauschen. Auch die Umsetzung klimaneutraler Mobilität war Teil der Diskussionen. Fachvorträgen der Forscher:innen, Expert:innen und Praktiker:innen. Über die Hauptveranstaltung hinaus konnten Besucher:innen die thematische Begleitausstellung erkunden und an einer Kurzexkursion zu interessanten Praxisbeispielen teilnehmen. Ziel der gesamten Veranstaltung war die grundlegende Sensibilisierung der Besucher:innen zum Thema Elektromobilität. 

Neben der Moderation von Veranstaltungen, bietet die aconium GmbH als langjährige Expertin in allen Leistungsbausteinen des Projektmanagements, auch Strategieentwicklung sowohl für große Kommunen in Ballungsräumen als auch für Landkreise und Gemeinden in peripheren Regionen an und begleitet diese komplexen Prozesse als  vertrauensvolle Partnerin.

Weitere Informationen zum Projekt „München elektrisiert“ finden Sie auch auf der Projekt-Website:
https://atenekom.eu/project/muenchen-elektrisiert/