Mit dem Ende des Bundesförderprogramms Modellprojekte Smart Cities zum 31. März 2026 ist Wolfsburgs Weg zur digitalen Stadt nicht abgeschlossen – im Gegenteil: Die Stadt will die in den vergangenen Jahren aufgebauten Strukturen, Anwendungen und Kompetenzen dauerhaft sichern und weiter ausbauen.

Im Verlauf der Förderung wurden in Wolfsburg insgesamt zwölf Vorhaben angestoßen, die digitale Technologien gezielt für kommunale Herausforderungen nutzbar machen sollen. Im Mittelpunkt standen dabei Lösungen, die für Bürgerinnen und Bürger unmittelbar spürbar sind und den Alltag vereinfachen. Dazu gehören unter anderem digitale Angebote rund um Mobilität, Parken, Freizeit und Verwaltungsservices.

Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau nutzerfreundlicher digitaler Zugänge. So wurden Beteiligungs- und Serviceangebote gebündelt und die digitale Interaktion zwischen Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft ausgebaut. Auch im Bereich Mobilität wurden praktische Anwendungen entwickelt, etwa zur besseren Orientierung im Stadtverkehr und zur effizienteren Parkplatzsuche.

Darüber hinaus hat Wolfsburg wichtige Grundlagen für eine datenbasierte Stadtentwicklung geschaffen. Mithilfe eines Digitalen Zwillings und weiterer datengetriebener Instrumente lassen sich Entwicklungen in Bereichen wie Verkehr, Umwelt, Grünflächenmanagement oder Stadtplanung präziser beobachten und bewerten. Ergänzend wurden innerhalb der Verwaltung digitale Werkzeuge eingeführt, die etwa die Pflege und Instandhaltung kommunaler Infrastruktur unterstützen.

Ein weiteres Zukunftsfeld ist die klimaresiliente Stadt. Dafür hat Wolfsburg in den vergangenen Jahren zunächst die technische Basis für die Erhebung von Umwelt- und Wetterdaten geschaffen. Sensorik und Messstationen liefern inzwischen Informationen, die helfen sollen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und langfristig belastbare Entscheidungen für die Stadtentwicklung zu treffen.

Nach Angaben der Stadt sollen die im Förderzeitraum entwickelten Lösungen nun schrittweise in den dauerhaften Verwaltungsbetrieb überführt werden. Zugleich richtet sich der Blick nach vorn: Viele Anwendungen stehen erst am Anfang ihrer praktischen Wirkung. Künftig soll es vor allem darum gehen, Datenbestände weiter aufzubauen und daraus konkrete Maßnahmen für eine nachhaltige und smarte Stadtentwicklung abzuleiten.